Sibylle Prinzessin von Preussen

"... folgt - die Entwürdigung von Mensch, Kreatur und Natur im täglichen Leben sehr real wahrnehmend - in ihrem Werk der Idee von Eden als verlorenem Paradies, als Sehnsuchtsort.

Ein Kerngedanke des Garten Eden war das friedliche Miteinander von Mensch und Tier, das Achtung, Würde und Respekt vor der Schöpfung voraussetzte. Umweltprobleme, Klimakrisen oder Massentierhaltung, bei der Tiere einzig zur Ware degradiert werden, all dies zeugt nicht von tiefem Respekt vor dem Leben auf unserer Erde.

In ihrer subtilen Schönheit erschaffen die Arbeiten poetische Räume hoher Sensibilität. Zu dieser Wirkung tragen die Scherenschnittelemente oder auch feine Zeichnungen und Textfragmente bei. Wiederholt setzt die Künstlerin Blau und Gold ein, beides Farben, die im sakralen Bereich Verwendung finden und die für Weite und Unendlichkeit (Blau) sowie Licht und Reinheit aber auch Eitelkeit (Gold) stehen.

In einer zunehmend brutalisierten Welt legen diese Arbeiten eine feine poetische Spur über den selbstzentrierten Horizont hinaus - durch fragile künstlerische Ausdrucksmittel wird Sensibilität zur Stärke."
(Zur Ausstellung, "of eden", 9/2020, Rosenhang Museum Weilburg, Kuratorin: Karin Adrian von Roques)

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28. April - 31. August 2024
HOFFNUNGSGLÜCK
Sibylle Prinzessin von Preussen  - Collagen, Cuts & BilderGrita Götze - Keramische Objekte 

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Bild: "Die Ankunft des Engels" aus Ausstellung "Hoffnungsglück"