26. April - 20. Juni 2026
Poetry
mit
Sibylle Prinzessin von Preussen (Collagen, Cuts )
und
Monika Schulz-Fieguth (Fotografie)
Vernissage am Sonntag, den 26. April 2026 um 16 Uhr
Es spielt die Komponistin und
Akkordeonspielerin Cathrin Pfeifer.
Mit POETRY stellen wir die Kunst zweier gestandener Künstlerinnen unter die Zeilen eines Poems des bekannten polnischen Lyrikers Adam Zagajewski (1945 Lemberg – 2021 Krakau)
Poetry searches for radiance,
poetry is the kingly road
that leads us farthest ....
weil wir fest an die heilende Kraft der Poesie und die schöpferische Schönheit glauben.
Sibylle Prinzessin von Preussen (geb.1952 in Berlin) und Monika Schulz-Fieguth (geb.1949 in Potsdam) gehören jener Generation wie Adam Zagajewski an, deren Vorfahren noch unmittelbar vom letzten großen Krieg geprägt waren. Diese Prägung ist wie eine nie verstummende Hintergrundmelodie, die das Fühlen und Denken für immer sensibilisiert hat.
Bei beiden Künstlerinnen stehen Natur und Kreatur im Zentrum ihres poetischen Denkraumes und erden diesen damit zutiefst. Beide Künstlerinnen haben die Begegnungen und das Auseinandersetzen mit den sozial eher am Rande Stehenden nie gescheut, ihnen Aufmerksamkeit, Raum und Zeit gewidmet und somit reale poetische Räume geschaffen.
Die Erfahrung daraus: Schönheit und Poesie sind beide heilende Essenz. Daß wir heute wieder in einer Welt leben, die aus den Fugen geraten zu sein scheint und manchen von uns tief verunsichert, ist kein neues Phänomen. In schweren Zeiten, die wir heute fast vergessen haben, entstand immer auch großartige Kunst und Poesie, weil diese Halt für Geist & Seele war. Denken wir an den berühmten brandenburgischen Dichter Paul Gerhardt, der elf Jahre alt war, als der 30Jährige Krieg ausbrach.
Sibylle von Preussen hat auf wundersame Weise den Scherenschnitt und auch mit dem Messer geschnittene Cuts aus der biedermeierlichen Betulichkeit befreit und nimmt bewusst Anleihen aus dem Friedrizianischen, Ideen der Aufklärung und sakralen Elementen.
Von Monika Schulz Fieguth zeigen wir aus dem Oeuvre Arbeiten, die den Heiliger See in seiner unglaublichen Magie einfangen, jenem „Archiv der Klimageschichte“, der einstmals durch die religiöse Gemeinschaft der Kalandsbruderschaft seinen Namen erhalten hatte. Ihre Fotografien fangen eine Realität ein, die nur durch intime Kenntnis von Tages- und Jahreszeiten über und um diesen sagenumwobenen See möglich sind.
Freuen Sie sich mit mir auf eine Ausstellung, deren Schönheit und Poesie uns freudig und kraftvoll umfängt.
Zum Video von der Vernissage
auf dem Kanal von Richard Rabensaat








